Buchmesse
Literaturwettbewerb
Die Preisträger
Matinee am Sonntag
Sponsoren

Der Literaturwettbewerb zur Buchmesse

Zur Buchmesse im Ried gehört in jedem Jahr ein Schreibwettbewerb, der allen Interessierten offensteht. Zu einem vorgegebenen Thema können Geschichten und andere Prosatexte eingereicht werden. Den Siegern winken nicht nur Geldpreise, sondern auch die Veröffentlichung im Siegerbuch. Jährlich erscheint der neue Band dieser Sammlung hochklassiger regionaler Literatur zur Eröffnung der Buchmesse. Erst bei dieser Veranstaltung werden die Sieger bekanntgegeben und mit Preisen ausgezeichnet. 

Das Thema des Wettbewerbs 2022-23 heißt
Himmel und Hölle
Bis zum 30.9.2023 sind Einsendungen möglich, für den Jugendwettewerb (bis 18 Jahre) bis zum 15.11.2021. Ausschreibung und Teilnahmeformular kommen in Kürze!

Die Sieger des vorigen Wettbewerbs wurden am 15. Mai 2021 ausnahmsweise online bekanntgegeben und mit Preisen bedacht: hier noch anzuschauen. 2022 erfuhren die Teilnehmer wieder in festlichem Rahmen, wer unter den Preisträgern ist!

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das Kulturamt der Gemeinde Stockstadt: 06158-82919.

Der Wettbewerb richtet sich vor allem an Autorinnen und Autoren aus dem Großraum Rhein-Main-Neckar - darum ist der Teilnehmerkreis auf die Region 150 Kilometer um Stockstadt am Rhein beschränkt. Es wird neben dem Bezug zum Thema auch eine inhaltliche Verbindung zur Region Südhessen erwartet.

Attraktive Geldpreise warten in jedem Jahr auf die Gewinner - dank der Sparkassenstiftung Groß-Gerau und weiterer Sponsoren stehen insgesamt 2500 Euro für die besten Teilnehmer bereit. Bei dem Wettbewerb kann jeder mitmachen: Gleich, ob mit literarischer Erfahrung oder nicht, gleich ob Mann oder Frau, alt oder jung; gefragt sind Kreativität, Phantasie - und etwas Mut. Immer im März bei der Eröffnung der Buchmesse im Ried werden die Preise vergeben und das Buch mit den Siegertexten erstmals vorgestellt. Seien Sie dabei, wenn die besten Autoren ausgezeichnet werden, der Eintritt ist frei!

Immer soll das Thema den Autoren vor allem als Anregung ihrer Phantasie dienen. Es bleibt viel Raum für eigene Ideen, seien sie ernst oder heiter, abenteuerlich oder romantisch, dramatisch oder ironisch. Es können Kurzgeschichten, Essays, Novellen oder andere Prosastücke eingereicht werden - auch Beiträge in südhessischer Mundart. Lyrik oder Kinderliteratur ist dagegen nicht zum Wettbewerb zugelassen. Die Beurteilung erfolgt durch eine neutrale Jury.

Die Sieger 2022

In jüngsten Siegerbuch Bitte wenden, erhältlich über die Gemeinde Stockstadt sowie im Buchhandel, sind alle prämierten Texte des Wettbewerbs 2021-22 abgedruckt.

Im Hauptwettbewerb ging der erste Preis an:

- Tiefen von Angela Regius (30) aus Frankfurt. Ein poetisch angehauchte Erzählung mit glaubwürdigen Personen und feinfühligen Psychogrammen, die in gekonnt zurückgenommener Erzählweise eine Lebensentscheidung glaubhaft macht.


Den Ehrenpreis „Riedschreiber“ erhielt:

- Thomas Fulbrügge (46) aus Münster für Akten-Einsicht. Vielfältige Eindrücke, Erinnerungen und Anekdoten aus der Wendezeit, verschmolzen zu einer gut durchkonstruierten Geschichte.


Drei
zweite Preise vergab die Jury für:

- Folie à deux von Marilu Stahl (62) aus Darmstadt. Ein mehr als doppelbödiger Kriminalfall in einer dichten, selbstreflektierenden Erzählweise, die den Leser herausfordert.

- Alien von Britta Röder (54) aus Riedstadt. Ein Spiel mit Klischees und Erwartungen, das materielle Werte hinterfragt und die Natur zurückschlagen lässt.

- Der nette Herr Wagner von Karl-Heinz Sahm (54) aus Ober-Ramstadt. Unterhaltsame Wohlfühlgeschichte aus dem Pflegeheim, in der kauzige Charaktere eine Lebenswende herbeiführen.


Einen dritten Preis bekamen die Erzählungen:

- Die Kunst des Schreibens von Steffen Lindek (54) aus Heidelberg. Reizvolles Experiment mit ungewöhnlichen und fesselnden Erzählperspektiven, abgerundet durch einen Zirkelschluss.

- Ausgestiegen von Nina Brenke (38) aus Groß-Gerau. Erzählerisch geschlossene Schilderung einer Sinnkrise im Nahverkehr samt Lebenswende im Bahnhof.

- lieber lieben – oder: Der vergessene Brief von Lars Winter (62) aus Odernheim am Glan. Reflexion und Lebensentscheidung in einer Geschichte, die zwischen Vergangenheit und Gegenwart erst am Ende ihr wahres Gesicht zeigt.


Ein Spezialpreis „Satire“ ging an:

- Dr. F. or When the Cock Crowed His Warning von Christine Trops (54) aus Massenheim. Deutsche Klassiker und weltweite Fragen werden konsequent in die Ebene literarischen Federviehs projiziert, als Kabinett von Verweisen und Anspielungen.


Förderpreise vergab die Jury für:

- Alter Klang von Karolin Schneider (42) aus Darmstadt. Generationengeschichte mit ambitionierter Sprache und Verdichtung vieler Aspekte in einem kompakten Text.

- Fehleinschätzung von Klaus Pfeifer (53) aus Darmstadt. Originelle Verquickung von persönlicher Bewusstwerdung mit der Läuterung durch einen lebensgefährlichen Segeltörn.

- Wege im Fluss von Teresa Fahrenbach (42) aus Odernheim am Glan. Besinnliche Schilderung einer Lebenswende zwischen Natur und Kultur, mit Göttern, Komponisten und ganz aktuellen Elementen.


In der Jugendkategorie wurde ausgezeichnet:

- Bahnen von Louis Kujat (18) aus Biebesheim. Eine Geschichte vom Aufwachsen und Fortgehen, von gemeinsamen Erlebnisse und getrennten Wegen, literarisch und sprachlich auf hohem Niveau.


Allen Siegerinnen und Siegern gratulieren wir zu ihren Preisen und vor allem zu dem Talent, das sie bewiesen haben!

Impressum | V.i.S.d.P.: René Granacher, Hessenring 26 B, 64589 Stockstadt, 06158-87453, info@riedbuchmesse.de